Hart aber wahr..


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Am Sonntag sind mal wieder….


Bundestagswahlen.

Wow, ist das schon wieder 4 Jahre her? Hat sich ja auch einiges getan bisher. Die Bundesregierung mußte immer wieder vom BVerfG dazu ermahnt werden Gesetze pro LGBT einzuführen und ansonsten hat sie ja auch viel getan: Soviel Arme Kinder, Arme Rentner, Arme Familien und Superreiche (10% der Bevölkerung) gabs noch nie in der BRD. Zumal das was sich einst Adolf Hitler erträumt hatte nun auch ohne Kreig zu führen Realität geworden ist; die deutsche FDJ-Kanzlerin diktiert dem Rest Europas wie es zu laufen hat!

Zu allem Überdruß gibt es da noch die Geschichte rund um die NSA, aber für Bürgerrechte hat sich ja unsere Regierung noch nie Interessiert.

Hoffen wir, das am morgigen sonntag diese Terroristische Regierung dahin gejagt wird wo sie hingehört: in die Oppositionsecke! Und hoffen wir darauf das sich die SPD wieder darauf besinnt, was ihr Name bereits sagt und nicht mehr das tut was der Graf von Gazprom einst tat; Aushöhlung des Sozialstaates.

In Sofern wünsche ich viel Gelingen bei der WAHL!

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Der Waldschlösschen-Appell – gegen unwidersprochene Homophobie in den Medien


Mit drei Forderungen wollen schwule und lesbische JournalistInnen erreichen, dass diffamierende Äußerungen nur dann verbreitet werden, wenn sich Redaktionen von ihnen klar distanzieren.

Die Wut wirkte lange nach. Am 3. Dezember strahlte die ARD eine „hart aber fair“-Sendung zur Homo-Ehe aus, die an Unterirdigkeit kaum zu unterbieten war (http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2012/1203/). Angesichts eines drohenden CDU-Parteitagsbeschlusses gegen ein Ehegattensplitting für Lebenspartnerschaften wäre eine Sendung angemessen gewesen, in der sich CDU-Politiker für die fortgesetzte Diskriminierung von Schwulen und Lesben hätten rechtfertigen müssten.

Stattdessen trug die Sendung den reißerischen wie ins negative driftenden Titel „Papa, Papa, Kind: Homo-Ehe ohne Grenzen?“ und fuhr anstatt seriöser Experten zur Gleichstellung Prominente zur Unterhaltung auf: Ralph Morgenstern sowie eine lesbische Sängerin der No Angels. Dann verschwendete sie sehr viel Sendezeit auf eine absurde Empörung über einen schwulen Weihnachtsmarkt.

Vor allem aber war für die Gegenseite der katholische Publizist Martin Lohmann eingeladen, der von einem „Homosexuellen-Hype“ sprach und vom Moderator unwidersprochen erzählen durfte, dass Homosexuelle „im Irrtum leben“, nicht der Schöpfungsordnung entsprechen, Morgenstern „falsche heterosexuelle Erfahrungen“ gemacht habe und nur heterosexueller Sex ein verantwortliches Handeln sei.

Als sich Anfang März schwule und lesbische JournalistInnen und BloggerInnen zu einem Seminar im Tagungshaus Waldschlösschen bei Göttingen trafen, war die Empörung darüber immer noch zu spüren. Die Teilnehmer, darunter Journalisten von queer.de, debattierten auf Anregung von Johannes Kram vom Nollendorfblog, ob dieser redaktionelle Umgang mit Hohmann, in anderen Sendung auch mit Gabriele Kuby oder Katherina Reiche angemessen ist. Das klare Urteil: Nein!

So entstand ein Appell, der nach ein paar redaktionellen Überarbeitungen nun mit einer großen Anzahl von Erstunterzeichnern veröffentlicht wurde. Redaktionen werden darin aufgefordert, diskriminierende Äußerungen klar zu benennen und den Personen dahinter keine Plattform zu bieten. Schwule und Lesben sollten sich nicht mehr für ihre Sexualität rechtfertigen müssen.

Das ganze erinnert ein wenig an David Bergers Standpunkt gegen Homo-Hasser in den Talkshows, steht aber unter anderem als Mit-Initiative des Bundes schwuler und lesbischer JournalistInnen (BLSJ) auf einem breiteren Standbein – und benennt deutlicher, welche Äußerungen nicht mehr unkommentiert verbreitet werden sollten.

Es geht nicht, wie auf Bergers Text zahlreich geantwortet wurde, darum, jemanden das Recht auf Meinungsäußerung zu verbieten. Jeder darf diese äußern, solange er sich im Rahmen der Gesetze bewegt (und jeder darf dafür entsprechend kritisiert werden). Vielmehr geht es darum, ob er dies in Talkshows als gleichberechtigte Meinung als eingeladener „Experte“ kuntun darf, ohne jegliche journalistische Einordnung.

Ein Priester kann durchaus die Meinung vertreten, dass er Homosexualität für eine Sünde hält. Wenn er aber sagt, dass man Homosexuelle heilen kann, ist ein Einschreiten des Moderators mit den eindeutigen Fakten dagegen erforderlich – und die Frage, ob dieser Mann wirklich als Experte taugt, den man noch einmal einlädt. Was hat Gabriele Kuby, die nicht die katholische Kirche vertritt sondern nur ihre eigenen irren bis volksverhetzenden Thesen, andauernd als „Expertin“ im ZDF verloren? Dass Katherina Reiche mit ihren Thesen über die mangelnde Zukunftsfähigkeit eines Landes wegen der Homo-Ehe durch die Talkshows tingelt und dort nur von anderen Gästen, nicht aber von den Moderatoren kritisch hinterfragt wird, wirft im übrigen auch ein trauriges Licht auf den politischen Journalismus überhaupt.

Letztlich geht es mit dem Appell darum, Homophobie und ihre Folgen redaktionell genau so ernst zu nehmen wie etwa Rassismus und seine Folgen. Der Appell kann auf der Webseite der-appell.de mitunterzeichnet werden. Unterzeichnet haben ihn u.a. viele Journalisten inklusive der Redaktion von queer.de, der LSVD, das Berliner Anti-Gewalt-Projekt Maneo, die Geschwister Pfister, die Sängerin Marianne Rosenberg und der Regisseur Marco Kreuzpaintner („Sommersturm„).
Dokumentation: Der „Waldschlösschen-Appell“ gegen die Verharmlosung homosexualitätsfeindlicher Diffamierungen

Lesben und Schwule stehen aufgrund der Diskussion um die rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften im Fokus der Medienöffentlichkeit. Wir begrüßen eine breite Diskussion um die politische und juristische Ausgestaltung der Rechte Homosexueller.

Wir wehren uns jedoch dagegen, dass Argumentationsmuster, die der Diffamierung der Identität Homosexueller dienen, weiterhin als „Debattenbeiträge“ oder „Meinungsäußerungen“ verharmlost werden.

Wir warnen vor verstärkten Homosexualität herabwürdigenden Anfeindungen, wenn viele Medien weiterhin Angriffe auf die Würde und die Menschenrechte Homosexueller als Teil des legitimen Meinungsspektrums bagatellisieren.

Hierzu gehören Aussagen wie:

– Homosexualität sei widernatürlich
– Homosexualität sei eine Entscheidung
– Homosexualität sei heilbar
– Heterosexuelle Jugendliche könnten zur Homosexualität verführt werden
– Homosexualität sei eine Begünstigung für sexuellen Missbrauch
– Die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften sei eine Gefahr für die Gesellschaft (etwa, weil durch sie die weniger Kinder geboren werden würden)

Wir fordern Journalistinnen und Journalisten dazu auf,

1. solche Aussagen deutlich als diskriminierende Anfeindungen zu kennzeichnen und zu verurteilen (so wie es auch etwa bei rassistischen, sexistischen oder antisemitischen Anfeindungen geschieht)

2. Vertretern solcher Aussagen keine Plattformen zu bieten, so lange sie sich nicht klar von ihnen distanzieren

3. Homosexuelle in Beiträgen und Diskussionen nicht länger in die Situation zu bringen, sich für ihre sexuelle Orientierung rechtfertigen zu müssen.

(Begründet durch ein Treffen der teilnehmenden JournalistInnen und Medienleute im Rahmen eines Seminars der Akademie Waldschlösschen, Gleichen bei Göttingen und eine Initiative des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) in Kooperation mit dem Nollendorfblog im Frühjahr 2013)Links zum Thema:
» Webseite des Appells

http://www.queer.de/detail.php?article_id=19402

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SUIZID – Felix Abschiedsbrief


Dies ist der Abschiedsbrief von Felix, einem Jungen aus der Bayerischen Provinz, den er so nicht nur seinen Eltern schrieb sondern auch kurz vor seinem Suizid online stellte.

Felix wäre heute 18 geworden…

Hallo Mutti, Vati, Sven (sein kleiner Bruder, anm. d. Admin)

Ich habe nun festgestellt das mein Leben keinen Sinn mehr hat. Seit meinem Coming Out vor zwei Jahren ist es immer schlimmer geworden. Es begann damals bereits in der Schule und setzte sich seit letztem Jahr als ich mit der Lehre begann weiter fort. Ihr wart ja auch nie begeistert darüber, das ich Schwul bin. Okay, das könnte ich verstehen, aber warum schleifst Du, Vati, mich zum Psychodoctor? Ich bin nicht krank. Ich wollte nur immer einen Freund haben den ich lieben kann. Da warst Du ja auch dagegen als ich letzten Sommer Daniel mitbrachte und Du ihn aus dem Haus jagtest.

Wenn ich mit eingeschlagenen Zähnen oder blutigen Wunden nach Hause kam habt ihr mir immer vorgeworfen das ich mich nicht hätte mit denen Prügeln sollen. Hallo? DIE HABEN MICH GESCHLAGEN WEIL ICH SCHWUL BIN!

In der Lehre wurde es auch nicht besser. Wenn ich dann mal wieder heulend in meinem Zimmer lag dann hast Du Mutti nur immer zu mir gesagt das Lehrjahre keine Herrenjahre seien. Mag sein das dem so ist, aber Du hast nicht die Wunden gesehen. Weder die äußeren die Brandwunden von Kippen und die anderen, die inneren, Das alles wolltet ihr nicht sehen.

Sven, seitdem Du Deinen Freundin hast redest Du nicht mehr mit mir. Das war eigentlich immer mein Haltepunkt. Du hattest mir immer Kraft gegeben, nur wenn ich die letzte Zeit mit dir reden wollte hing dummerweise immer ihr blonder Schopf in deinem Schoß!

Eigentlich liebe ich euch.

Aber heute wird mein Leben enden, da ich keinen Sinn mehr sehe.

Ihr wolltet nie einen Schwulen Sohn haben, ich habe mir das nicht ausgesucht,. Ich bin so. Ich kann nichts dafür, aber es ist besser für alle wenn ich sterbe. Das werde ich heute tun. Lebt wohl und vergesst mich schnell. Es ist besser für alle.

Felix

Felix erhängte sich am 15. 5. in der Scheune auf dem elterlichen Hof. Er wurde nur 17 Jahre alt

Ruhe in Frieden Felix

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The Scary Guy


Außen hart und innen ganz weich: Tattoo-RebellThe Scary Guy“ war früher Baby-Fotograf und kämpft heute für mehr Verständnis und Toleranz.

Beim Beruferaten wäre dieser Typ eine harte Nuss. Mit Drogen gedealt, in den Wrestling-Ring gestiegen oder im Gefängnis eingesessen ist The Scary Guy, so sein eingetragener Name, noch nie. Und doch möchte man ihm nicht in einer dunklen Ecke begegnen: 85 Prozent seines 1,80 Meter großen Körpers sind mit Tätowierungen bedeckt, und Goldzähne sowie zahlreiche Piercings und Schrauben zieren sein Gesicht.

Bart und Irokesenschnitt färbt er je nach Laune wasserstoffblond, blau oder leuchtend rot. Doch hinter dem extremen Äußeren steckt nicht das, was man vielleicht erwartet. In seinem Film „Die Tattoo-Therapie“ erzählt Regisseur Uli Kick die Geschichte eines Rebellen.

Angefangen hat alles mit einem harmlosen, grünen Drachen auf dem Oberarm. Damals war „Scary“ 30 Jahre alt und mitten in einer Sinnkrise. „Wer bin ich“ und „Warum bin ich hier“ – diese Fragen stellte sich der frühere Computerverkäufer. Die Antwort fand er in einem Tattoo-Shop in Tucson, Arizona. Sein erster Tätowierer verabschiedete ihn damals mit den Worten „Es wird nicht dein Letztes bleiben“. Und er sollte Recht behalten.

„Die Leute denken, ich sei ein Dealer, ein Mörder oder ein Vergewaltiger oder zumindest jemand mit einer schweren Kindheit. Keiner checkt es wirklich“, beschreibt The Scary Guy die teils heftigen Reaktionen auf sein Äußeres. Damit umzugehen war nicht immer leicht für ihn, denn Zurückweisung, Ausgrenzung und offene Aggression musste der Sozialarbeiter in seinem Leben häufig einstecken. Letztlich speist sich gerade aus diesen Erfahrungen sein heutiger Erfolg als Streitschlichter und Verhaltenscoach.

Wenn er den sogenannten Problemkids in seinen Seminaren von negativer Energie erzählt und ihnen beibringt, wie sie mit ihrer Wut umgehen können, ist er in seinem Element. Die Tattoos gehören für den Amerikaner dazu, er kann sich ein Leben ohne den Bildband auf der Haut nicht vorstellen: „An Halloween habe ich mir mal alles mit Theaterschminke abgedeckt und bin als alte Version meiner selbst gegangen. Da bin ich total erschrocken.“

„Scarys“ Botschaften sind simpel und umso wirkungsvoller. Er kämpft für eine Welt, in der Menschen einander nicht nach dem Äußeren bewerten und respektvoll miteinander umgehen. Seine Waffen sind Worte und die Vorurteile, die er entkräftet. Über weitere Tattoos denkt er momentan nicht nach, „obwohl ich noch freie Flächen auf dem Rücken und am Hintern habe“. 

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