Alles beim alten beim CSD Köln?


Nun hat er sich also eröffnet, der Cologne Pride 2010. In diesem Jahr gibt es die Sparversion der in Köln ohnehin spärlichen Prides. Gespart wird nicht an Lärm, Alkohol und Getöse, wohl aber an einer inhaltlichen Ausrichtung. Zwar beruft man sich darauf, dass der Cologne Pride eine Art direkter Nachfahre des Stonewall-Aufstandes von 1969 sei, verbietet aber mit der erneut hervorgekramten CSD-Charta jedes regelwidrige Verhalten. Als regelwidrig hat der CDU-KLuST jede Abweichung von züchtigen, heteronormativen Verhaltensnormen definiert. Die Mehrheitsgesellschaft soll keinen Anstoß an den schwulen Männern nehmen.

Im nordrhein-westfälischen Wahljahr 2010 und in den Wochen der Regierungsbildung in Düsseldorf hat der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) vorsichtshalber Abstand genommen von der Artikulation politischer Minimalvorstellungen (mehr ist ohnehin nicht von Emma-abhängigen Verbandschwulen und -lesben in Nordrhein-Westfalen zu erwarten). Offenbar will der von der CDU dominierte KLuST die nach wie vor in Düsseldorf das Land zugrunde richtende CDU-/FDP-Regierung nicht mit einer Projektion der Entäuschung über die vergangenen fünf Jahre schwarz-gelber Politik irritieren. Der sich abzeichnenden rot-grünen neuen Landesregierung soll wohl auch nicht deutlich gemacht werden, dass Nordrhein-Westfalen im Bundesvergleich zu den Schlusslichtern in Sachen Gleichberechtigung schwuler und lesbischer Menschen gehört – es könnte den beim CSD sicher anwesenden Partei-VIPs womöglich das Bild vom artigen und pflegeleichten Stimmvieh nehmen. weiterlesen

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