AIDS-Stiftung warnt vor Verarmung von HIV-Infizierten


Die soziale Situation von HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Menschen in der Bundesrepublik verschlechtert sich zunehmend. Zu diesem Schluß kommt die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS). Sie zog Ende vergangener Woche eine Bilanz anläßlich der ersten auftretenden Infektionen mit der Immunschwächekrankheit vor etwa 30 Jahren.

Im Rückblick sei die Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART), die 1996 auf den Markt kam, der wichtigste Meilenstein gewesen. Während sich die gesundheitliche Situation für viele von HIV und AIDS betroffenen Menschen dadurch verbessert habe, gelte dies jedoch in vielen Fällen nicht für ihre finanzielle Lage.

HIV-Infizierte konnten sich in der Vergangenheit mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die Stiftung wenden. Aufgrund der zurückgegangenen Spendeneinnahmen habe die DAS jedoch nur noch in »härtesten Notfällen« Hilfe bewilligen können, betonte Dr. Ulrich Heide vom geschäftsführenden Vorstand der Organisation.

Viele HIV-infizierte Menschen litten bei einer langfristigen Medikamenteneinnahme unter Nebenwirkungen sowie Begleiterkrankungen der Infektion, könnten nicht mehr arbeiten und seien daher auf staatliche Unterstützung angewiesen. Vor allem Kürzungen im Sozialbereich hätten zudem dazu geführt, daß Menschen, die von staatlichen Transferleistungen leben würden, sich selbst elementare Dinge wie Seh- und Hörhilfen, Bekleidung oder Haushaltsgeräte nicht leisten könnten, so der Stiftungsvorstand weiter.

Aktuellen Schätzungen des Berliner Robert-Koch-Instituts zufolge leben derzeit rund 70000 Menschen in Deutschland mit HIV oder AIDS. Geschätzte 3000 Personen haben sich im letzten Jahr neu infiziert. Etwa 550 HIV-positive Menschen starben 2010.

www.aids-stiftung.de

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